Wenn der Druck steigt

Gerade kleinere Betriebe müssen oftmals besonders flexibel sein. Hier lohnt sich ein BGM auf jeden Fall.

Gemeinschaftsprojekt „Gesund. Stark. Erfolgreich“

Gesunde Mitarbeiter sind auch in kleineren Betrieben das höchste Gut

Gesunde Mitarbeiter sind für den Unternehmenserfolg unerlässlich und dafür braucht man eine strategische Herangehensweise. Mit dem Gemeinschaftsprojekt „Gesund. Stark. Erfolgreich. – der Gesundheitsplan für Ihren Betrieb“ informierten die DEUTSCHE BKK und die IHK Lüneburg-Wolfsburg am 11. Februar 2015 in der Auftaktveranstaltung im phaeno rund 90 Arbeitgeber und interessierte Mitarbeiter zu diesem Thema.

Gerhard Stein, Vorstand der DEUTSCHEN BKK, eröffnete die Runde und stellte fest, dass im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) noch viel zu tun sei. „6.500 Unternehmen betreiben bislang BGM – von rund 3 Millionen deutschlandweit – da ist noch sehr viel Potenzial.“ Er empfiehlt deshalb auch, dass sich Krankenkassen untereinander stärker absprechen sollten, um beispielsweise Kooperationen anbieten zu können.

Michael Wilkens, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Wolfsburg, erklärt die Relevanz von BGM: „Besonders kleinere Betriebe sind bei der betrieblichen Gesundheitsförderung gefragt – fallen hier nämlich Mitarbeiter aus, kann es schnell eng werden im Arbeitsalltag.“ Deshalb sei das Thema Gesundheit für die IHK an allen Standorten wichtig. Man könne sich so nicht nur auf das steigende Rentenalter der Belegschaft einstellen, sondern würde auch an Attraktivität als Arbeitgeber gewinnen.

Prof. Dr. Peter Rudolph, Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement an der Uni Magdeburg-Stendal, ergänzte in seinem Vortrag: „In Zukunft wird sich der Fachkräftemangel so verschärfen, dass die Arbeitgeber sich beim Wunschpersonal bewerben müssen und nicht andersrum.“ Dabei seien weiche Faktoren wie Work-Life-Balance, Wertschätzung und gute Stimmung im Unternehmen wichtiger als beispielsweise das Gehalt.

Als positives Beispiel geht hier in der Region Schnellecke Logistics voran. Anja Böhm, zuständig für Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen, erklärte nicht nur die einzelnen Maßnahmen, sondern auch Erfolgsfaktoren: „Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter von Anfang an mit – egal ob es drei oder 500 sind!“

Bei den anschließenden Fragen aus dem Publikum stellte sich auch die Frage der Finanzierung – besonders für kleinere Unternehmen scheinbar ein Knackpunkt. Mustapha Sayed von der DEUTSCHEN BKK kann hier Entwarnung geben: „Prävention am Arbeitsplatz wird immer wichtiger und demnach auch bezuschusst. Außerdem erhält man für jeden investierten Euro gesündere, motivierte Mitarbeiter und alleine das ist schon ein Wirtschaftsfaktor. Fragen Sie einfach mal bei einer Krankenkasse an und lassen Sie sich beraten.“